Innerhalb 2 Wochen jede Art von Haftung aus Ihrer Dokumentationspflicht der Lieferkette entfernen ohne technisches Know-how

Die Einhaltung des Gesetzes über die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette (Supply Chain Due Diligence Act) ist ab 2023 verpflichtend, und wir sind hier, um sicherzustellen, dass Sie darauf vorbereitet sind. 
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Unser Versprechen!

"Wir garantieren Ihnen, dass Sie sich innerhalb von 2 Wochen von Risiken, Bußgeldern, Strafen, Abmahnungen und möglichen Schadensersatzansprüchen befreien werden! Ohne technische Vorkenntnisse.
Digitalisieren und automatisieren Sie Ihre Lieferantendokumentation mit relatico 3.0. Sicher. Schnell. Zuverlässig."
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Die deutsche Bundesregierung informiert über:
Gesetz über die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette

Was unsere Kunden sagen

"Mit relatico haben wir endlich eine Compliance-Datenbank, die bezahlbar und gleichzeitig einfach zu bedienen ist. Ein Must-Have in Zeiten immer höherer Compliance-Anforderungen."

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Bernd Neufert

Procurement Manager bei der Eckes-Granini Group GmbH

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Alle Unternehmen sind betroffen Das Gesetz über die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette!

Warum?

Die direkt betroffenen großen Unternehmen (siehe unten) haben damit begonnen, alle ihre Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten, um Informationen zur Nachhaltigkeit zu bitten.

Wenn Sie also noch keine Aufforderung dieser Art erhalten haben, sollten Sie sich jetzt vorbereiten - Sie werden sie bald erhalten.

Unmittelbar betroffen ab Januar 2023

  • Wenn Ihr Unternehmen mehr als 3.000 Mitarbeiter hat

Unmittelbar betroffen ab Januar 2024

  • Wenn Ihr Unternehmen mehr als 1.000 Mitarbeiter hat

Das Gesetz über die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette ist im Anmarsch!

Das brauchen Sie, um sich auf das Jahr 2023 vorzubereiten

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Dokumentieren Sie die Einhaltung der Vorschriften durch das Unternehmen
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Einrichtung eines Risikomanagementsystems

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Regelmäßige Durchführung von Risikoanalysen
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Sicherstellung von Präventivmaßnahmen (eigene und Lieferanten)

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Festlegung von Abhilfemaßnahmen für Rechtsverstöße
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Offenlegung der Einhaltung in einem Jahresbericht

Das Lieferkettengesetz in der Presse

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"Ärgerlich ist auch das Lieferkettengesetz, das in den Unternehmen einen Aufwand lostritt, der seinesgleichen sucht."

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"Das Bafa schafft aktuell die inhaltlichen und technischen Voraussetzungen, um ab dem 1. Januar 2023 seinem gesetzlichen Auftrag zur Kontrolle der Einhaltung des Lieferketten-Sorgfaltspflichten-Gesetzes nachkommen zu können."

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Rechtsanwalt Wagner meint: "Unternehmen können diese Aufgaben nicht mehr lange von sich wegschieben."

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"Denn auch kleinere und mittlere Unternehmen sind als Zulieferer für größere Unternehmen vom Gesetz betroffen. So erwähnt das Lieferkettengesetz ausdrücklich, dass die Unternehmen bei der Auswahl ihrer Zulieferer berücksichtigen sollen, ob davon auszugehen ist, dass diese die menschenrechts- und umweltbezogenen Erwartungen erfüllen werden."

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"Svenja Hahn von der FDP kritisiert, dass das Vorhaben den Unternehmen zu viel Bürokratie aufbürden könnte."

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"Für die Experten ist nicht unmittelbar ersichtlich, wie ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland tatsächlich dafür Gewähr übernehmen soll, dass beispielsweise in Indien und Afrika faire Arbeits- und Produktionsbedingungen eingehalten werden."

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Über 20.000 Unternehmen arbeiten mit relatico

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Warum relatico?

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Sammeln und verwalten Sie
Dokumente sofort

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Sicherstellung der Aktualität und Vollständigkeit der Daten

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Teilen und Verteilen von Daten
mit Ihren Geschäftspartnern

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Erstellen Sie Arbeitsbereiche für
Ihre Teams

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Fortschritt der Datensammlung verfolgen

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Nutzen Sie unsere API zur Verbindung
mit bestehenden Tools

Kontakt zum Vertrieb

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Robert Dittmann
Leiter Vertrieb

Tel.: +49 (0) 30 - 555 780 122

M: +49 (0) 151 - 701 468 20

E-Mail: robert.dittmann@ecratum.com

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Berlin, Deutschland

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  • Verbindungen sind sicher verschlüsselt

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Häufig gestellte Fragen:

Treffen Sie unseren Experten für das Gesetz zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette:
Christian Alsen

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Christian Alsen
Gründer und CEO von relatico

Christian Alsen, verheiratet, 2 gesunde Kinder, Wahlberliner, Hobbygärtner und Vollblutunternehmer, arbeitet seit Ende der Neunziger Jahre, nach erfolgreichem Masterstudium, in der Internetbranche. Von 1999-2002 baute er ein Offshore-Softwareunternehmen in Russland auf. Nach wechselnden Rollen in der Industrie als Produktentwickler sowie in Sales und Marketing, stellte er Mitte der 2000er Jahre fest, daß Industrieunternehmen ihre vielfältigen Lieferantenbeziehungen nicht digital abbilden, bzw. abwickeln und begann 2006, mit der ecratum GmbH das Thema webbasiertes Lieferantenmanagement für Industrieunternehmen in Deutschland einzuführen.

“In meinen Jobs war ich stets in unternehmerischer Verantwortung. Die Wichtigkeit von Dokumentation war mir immer bewusst, gleichzeitig aber auch das Problem von Zeitaufwand, Manpower, fehlende Software und Papierberge! Ich fand es spannend jedem Unternehmer die Möglichkeit zu schaffen, sich auf sein Business zu konzentrieren, ohne den Papierkram zu vernachlässigen. Es brauchte eine Lösung …!”

Was anfänglich eher ein Nischenprodukt war, entwickelte sich zu einer insbesondere von Globalplayern gefragten Software. relatico war geboren und wurde schnell groß und größer.

Als in verschiedenen Ländern die Forderung nach Gesetzen für Lieferketten aus der Politik laut wurden, fokusierte das relatico Team die Entwicklung einer Software, spezialisiert auf das Thema Erfüllung der Anforderungen kommender Gesetze. Dieses Thema ist global, aber jedes Land stellt andere Bedingungen. Anspruch war es also eine universelle, global einsetzbare Software als Saas Lösung zu bauen um künftig Marktführer in diesem Standard zu sein. Das Nischenprodukt relatico ist in Industrie und Mittelstand angekommen.

Die Motivation des Gründers, Visionärs und Unternehmers Christian Alsen war zunächst vor allem technologiegetrieben. Mit dem Fokus auf Lieferketten erkannte Alsen jedoch, wie wichtig das Thema Lieferkette für eine nachhaltige, ausgewogene Welt ist. Die Dokumentation deckt Schwachstellen auf und zwingt Unternehmen dazu, die Bedingungen für Arbeitnehmer, Umwelt und Klima, aber auch für den Endverbraucher ständig zu verbessern. Die Vision ist es, für jeden Nutzer der relatico Software die Möglichkeit der absoluten Transparenz zu schaffen und in einem Online-Scoring darzustellen. relatico ist die Basis für das erste, echte und überprüfbare Fairtrade-Siegel. relatico hat eine Mission und eine Vision: Let's make it better. Dieses Motto und interner Schlachtruf war nur der Anspruch an eine "langweilige" Dokumentation, jetzt geht es um mehr, um alles, um eine bessere Welt.

Diese Motivation treibt Christian Alsen an, auch nach mehr als 10 Jahren Leadership jeden Tag für ein immer besser werdendes Produkt zu arbeiten und zu kämpfen.

Was ist der Supply Chain Due Diligence Act?

Was ist ein Lieferkettengesetz?

Die Absicht von Lieferkettengesetzen ist es, von der Käuferseite her einen rechtlichen Rahmen zu geben, der die einkaufenden Unternehmen dazu anhält, über Druck auf die Lieferanten und Vorlieferanten Standards im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie und sozialer Rechte und Menschenrechte zu etablieren. 

Warum Lieferkettengesetze?

Seit der verstärkten Globalisierung ab Mitte der 90er Jahre haben die Themen Nachhaltigkeit und Menschenrechte weltweit zunehmende Aufmerksamkeit der Presse und Öffentlichkeit, NGOs und Organisationen wie der Vereinten Nationen und der OECD. Unter dem Stichwort CSR (Corporate Social Responsibility = Soziale Verantwortung von Unternehmen) oder ESG (Environmental Social [Corporate] Governance = Unternehmensaufsicht über Umwelt und Soziales) wurden Standards erarbeitet, die nach und nach weltweit umgesetzt werden sollen.

Inhaltlich geht es darum, daß:
- Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Sklaverei nicht mehr stattfinden sollen
- vernünftige Bezahlung und Arbeitnehmerorganisation gestärkt werden
- schädliche Einflüsse auf die Umwelt (Umweltverschmutzung, Energieverschwendung, übermäßiger Ressourcenverbrauch) vermieden werden sollen.

Lieferkettengesetze funktionieren so, daß die sogenannte Nachhaltigkeit von der Käuferseite aus zu stärken. Die Idee ist, durch verstärkten Druck auf die Lieferanten nach und nach die Standards weltweit zu stärken und durchzusetzen. Lieferanten sollen dazu angehalten und durch Zusammenarbeit angeleitet und bestärkt werden, nachhaltiger zu arbeiten. Lieferanten, die sich den Standards entziehen, sollen nach und nach aus den Lieferketten entfernt werden.

Was ist mit Nachhaltigkeit in der Lieferkette gemeint?

Der Begriff der Nachhaltigkeit umfaßt positiv die Stärkung von Standards und Menschenrechten sowie negativ die Vermeidung von schädlichem Verhalten. Nachhaltigkeit in der Lieferkette bedeutet, nicht nur das Verhalten des eigenen Unternehmens zu verbessern, sondern dies auch von den Lieferanten und Vorlieferanten einzufordern.

Warum hat es Sinn, sich mit seinen Lieferketten zu beschäftigen?

Die Globalisierung der letzten Jahrzehnte war von niedrigen Frachtpreisen und unreguliertem Wachstum geprägt. Durch verschiedene Ereignisse sind uneingeschränkte globale Lieferketten in Stress geraten.

  • Überflutungen in Thailand 2011: Computer-/ Elektronikindustrie
  • Großbrand in Dhaka, Bangladesh 2012: Textilindustrie
  • Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Dhaka, Bangladesh 2013: Textilindustrie
  • Brand in Kunshan, China 2014: Metallverarbeitung/ Automotive
  • Nullproduktion/ Logistikverzögerungen und -stillstände durch Covid-19 in China und Ostasien: Alle Branchen
  • Energie- und Rohstoffverknappungen durch Ukraine-/ Russlandkrieg und Sanktionen/ Gegensanktionen: Alle Branchen

Wenn man sich die Liste der Ereignisse anschaut, sieht man, dass

  • die globalen Lieferketten auch global verteilte Risiken bedeuten
  • die Risiken der Lieferanten automatisch früher oder später zu Risiken für die Abnehmer werden
  • ein Teil der Probleme durch Druck auf Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Sicherheitsstandards hätte vermieden werden können

Es ist daher für jedes Unternehmen sinnvoll, sich nicht nur mit seinen direkten Lieferanten und deren klassischer Qualifizierung, Bewertung und Re-Qualifizierung (Bonität, Kapazität, Ausfallsicherheit, Qualität, Liefertreue usw.) auseinanderzusetzen und Risiken zu identifizieren und zu managen, sondern auch mit den Vor- und Vor-Vor-Lieferanten, eben der LIEFERKETTE.

Die Nachhaltigkeit der eigenen Lieferkette zu analysieren, sollte für jedes Unternehmen daher im eigenen Interesse ein normaler Aspekt des Risikomanagements sein.

Was ist das deutsche Lieferkettengesetz?

Das neue Lieferkettengesetz oder Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (richtiger Name “Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten”) ist nach jahrelangem Druck von Menschenrechtsorganistationen im Juni 2021 rechtskräftig geworden.

Es besagt, daß Unternehmen in Deutschland ihre Lieferanten und deren Vorlieferanten (sogenannte mittelbare Zulieferer) unter die Lupe nehmen müssen, ob bei diesen Menschrechts- oder Umwelt-/ bzw. Nachhaltigkeitsverstöße erfolgen. Unternehmen müssen sich aktiv um die Vorsorge kümmern, aktive Maßnahmen durchführen, falls bei Lieferanten Verstöße bemerkt werden sowie all dies dokumentieren und darüber öffentlich berichten. Regelmäßige Prüfungen durch staatliche Behörden sind vorgesehen, außerdem müssen Beschwerdesysteme eingerichtet werden.

Wer ist vom deutschen Lieferkettengesetz betroffen?

Ab dem 1.1. 2023 müssen Unternehmen über 3.000 Mitarbeiter in Deutschland das Gesetz erfüllen, zumindest eine sogenannte Bemühenspflicht bei den Prüfungen durch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle erkennen lassen. Ab dem 1.1.2024 sind die Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern betroffen.

Was verlangt das Gesetz (Überblick)?

Das Gesetz listet einen Katalog von Themen/ Risiken, auf die alle Unternehmen ihre Lieferketten analysieren sollen:

Verboten sind:

  • Beschäftigung unter dem jeweiligem Mindestalter
  • Kinderarbeit für Kinder unter 18 Jahren
  • Zwangsarbeit
  • Formen der Sklaverei
  • Ungleichbehandlung in Beschäftigung
  • Schädliche Umweltveränderungen
  • Zwangsräumungen oder Enteignungen
  • Sicherheitskräfte, die unmenschliches Verhalten an den Tag legen
  • Verstöße gegen Menschenrechte
  • Quecksilber-Verarbeitung
  • Chemikalien gemäß Stockholm Abkommen
  • Nicht umweltgerechtes Abfallmanagement
  • Ausfuhr von gefährlichen Abfällen

Geboten sind:

  • Einhaltung der Pflichten des Arbeitsschutzes
  • Sicherheitsstandards bei Bereitstellung und Instandhaltung der Arbeitsstätte, des Arbeitsplatzes und der Arbeitsmittel
  • Schutzmaßnahmen gegenüber Einwirkungen durch chemische, physikalische oder biologische Stoffe
  • Maßnahmen zur Verhinderung übermäßiger körperlicher oder geistiger Ermüdung
  • genügende Ausbildung und Unterweisung von Beschäftigten
  • Arbeitnehmer müssen sich frei zu Gewerkschaften zusammenschließen oder diesen beitreten können
  • Gründung, Beitritt oder Aktivität in Gewerkschaften darf nicht zu Bestrafungen oder Vergeltungsmaßnahmen führen
  • Gewerkschaften müssen sich frei betätigen dürfen (Streikrecht/ Kollektivverhandlungen)
  • Zahlung von Mindestlöhnen

Direkt betroffene Unternehmen müssen ein Risikomanagement errichten, das alle eigenen Handlungen sowie die der direkten und indirekten Zulieferer abdeckt.

Es sollen vertraglich und durch Prüfungen und Kontrollen alle Zulieferer aller Lieferketten dazu angehalten werden, diese Regeln einzuhalten.

Was verlangt das Gesetz genau?
Sorgfaltspflichten beachten

Unternehmen müssen in ihrer Lieferkette die menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten in angemessener Weise beachten.

Das Gesetz benennt diese Pflichten in §3 konkret:

  • Einrichtung eines Risikomanagements
  • Festlegung einer internen Zuständigkeit
  • Durchführung regelmäßiger Risikoanalysen
  • Die Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie
  • Verankerung von Präventionsmaßnahmen im eigenen Unternehmensbereich sowie gegenüber direkten Lieferanten
  • Ergreifung von Abhilfemaßnahmen
  • Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens
  • Sorgfaltspflichten gegenüber mittelbaren Zulieferern
  • Dokumentation und Berichterstattung

Risikomanagement einführen

Ein Risikomanagement im Einkauf ist in vielen Unternehmen nicht vorhanden. Risikomanagement im Einkauf bedeutet, die verschiedenen möglichen Risiken aufzulisten und dann die Lieferanten nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Risikos sowie nach der Schwere des Ereignisses zu bewerten.

Es sind die

  • unmittelbaren Zulieferer sowie die eigenen Geschäftsbereiche einer regelmäßigen Risikoanalyse zu unterziehen (§5 des LKSG)
  • Mittelbare Zulieferer sind anlassbezogen auf Risiken zu untersuchen

Festlegung einer internen Zuständigkeit

Hiermit ist gemeint, konkreten Personen oder Abteilungen innerhalb des Unternehmens die Verantwortung für die Einhaltung und Überwachung der Sorgfaltspflichten zu übertragen. Dies kann zB. die Benennung eines Nachhaltigkeits- oder eines Menschenrechtsbeauftragten sein.

Regelmäßige Risikoanalysen

Hierbei ist zunächst der eigene Geschäftsbereich sowie die unmittelbaren Zulieferer regelmäßig zu analysieren (§5 des Gesetzes). Mittelbare Zulieferer sind anlassbezogen zu analysieren. Bei Veränderungen in der Geschäftstätigkeit sind alle Bereiche zu analysieren.

Anlassbezogen bedeutet: Alleine die Tatsache, daß sich ein Lieferant in einem Land befindet, das zB. laut Einschätzung der Weltbank ein hohes Risikoprofil im Menschenrechtsbereich aufweist, muss dazu führen, daß der Lieferant genauer unter die Lupe genommen wird. Dazu müssen die eigenen Lieferketten verstanden werden.

Die Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie

Jedes direkt betroffenen Unternehmen muss seine Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsstrategie in einer öffentlich zugänglichen Grundsatzerklärung dokumentieren.

Diese sollte auch die Schritte enthalten, die das Unternehmen in Richtung einer nachhaltigen Menschenrechtsstrategie entlang der eigenen Lieferketten unternimmt oder plant.

Präventionsmaßnahmen

Es sollen Maßnahmen festgelegt und deren Ausführung kontrolliert werden, die die Risiken der Lieferanten mindern. Maßnahmen können zB. sein: Schulungen der Lieferanten, vertragliche Selbstverpflichtungen auf Nachhaltigkeitsthemen oder dokumentierte Kontrollen der Nachhaltigkeits- und Menschenrechtssituation von unabhängigen Stellen.

Außerdem müssen die Lieferanten sicherstellen, daß sie die geforderten Standards in ihren eigenen Lieferketten abfragen, dokumentieren und sicherstellen.

Ergreifung von Abhilfemaßnahmen

Maßnahmen sollen außerdem vereinbart und durchgeführt werden, wenn konkrete Probleme bei Lieferanten durch eigene Aktivitäten festgestellt werden oder auf andere Weise (zB. Presse oder Internetmonitoring) zur Kenntnis des Unternehmens gelangen. Das Gesetz schreibt nicht vor, das Geschäft mit solchen Lieferanten sofort einzustellen.

Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens

Das Unternehmen muss sicherstellen, daß sich Betroffene oder Organisationen über Verletzungen des Gesetzes beim Unternehmen beschweren können. Hierfür müssen Ansprechpartner und Verfahren eingerichtet werden. Ein direktes Klagerecht von Betroffenen ist zunächst nicht vorgesehen, wird aber wahrscheinlich über die EU-Lieferkettengesetze in den nächsten Jahren eingeführt werden. Die Idee ist es, daß ähnlich wie bei Whistleblower-Systemen Verstöße gegen die Nachhaltigkeit beim Unternehmen gemeldet werden können.

Sorgfaltspflichten gegenüber mittelbaren Zulieferern

Das Gesetz spricht hier von der Einrichtung von “Sorgfaltsprozessen” in Bezug auf Risiken bei mittelbaren Zulieferern (mit denen sie keine direkte Vertragsbeziehung haben), wenn sie „substantiierte Kenntnis“ davon erhalten, daß Menschenrechte verletzt oder Umweltschäden verursacht werden. Das bedeutet, daß wenn solche Information direkt zur Kenntnis gebracht werden, z.B. über Beschwerdeverfahren, aber auch über die Presse oder neutrale Organisationen darüber berichtet wird, das Unternehmen sich darum kümmern muß.

Dokumentation und Berichterstattung

Die vom Lieferkettengesetz betroffenen Unternehmen müssen jährlich einen Bericht beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA), www.bafa.de einreichen, der die Aktivitäten in bezug auf das Gesetz dokumentiert.

Die Haftungsregelung des deutschen Lieferkettengesetzes

Vorab: Die vom Gesetz betroffenen Unternehmen haften nicht für die Verstöße ihrer Lieferanten. Allerdings können z.B. Arbeitnehmer im Ausland vor deutschen Gerichten auf Schadensersatz klagen, wenn sie sich durch ein deutsches Unternehmen in ihren Rechten verletzt sehen. Es wird dann normalerweise das Recht des Landes angewandt, in dem der Schaden eingetreten ist.
Eine Neuerung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ist es, dass Betroffene deutsche Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit Schadensersatzprozessen beauftragen können. An solche Organisationen sind gewisse Maßstäbe angelegt, damit keine kommerziellen Abmahnvereine entstehen. Das Risiko solcher Klagen ist allerdings sehr hoch, denn das Ausmaß Vorbereitungen und Bereitschder NGO.

Was müssen kleine und mittlere Unternehmen tun?

Das Gesetz will bewußt erreichen, daß Druck auf alle Unternehmen ausgeübt wird, sich an den Katalog der Vorschriften zu halten. Große Unternehmen kommen also schon jetzt auf alle ihre Geschäftspartner zu und fragen sie nach Informationen zu der oben aufgeführten Liste.

Damit Geschäftsbeziehungen nicht in Gefahr kommen, ist es wichtig, diese Informationen auf Abruf parat zu haben.

Daher sollten alle Unternehmen schon jetzt beginnen, sich mit der Struktur der eigenen Lieferkette auseinanderzusetzen sowie Nachhaltigkeits-Informationen systematisch einzusammeln, vorzuhalten und zu aktualisieren.

Wo finde ich mehr Informationen?

Seite des Bundesamts für Ausfuhrkontrolle unter dem Menüpunkt “Lieferketten”

Seite des Bundesministeriums für Umwelt

Seite "CSR in Deutschland"

Wie soll ich das Lieferkettengesetz praktisch umsetzen?

Schritt 1:

Schauen Sie sich zunächst Ihre direkten Lieferanten an, d.h. alle Unternehmen, die Ihnen Rechnungen schreiben. Bilden Sie eine Liste. Dies ist das sogenannte Tier-1 (= die erste Schicht der Lieferkette Ihres Unternehmens.

Ziehen Sie Lieferanten aller Bereiche heran, das heißt unabhängig davon, ob es sich um produktionskritische oder C-Teile-Lieferanten handelt.

Priorisieren Sie:
Sortieren Sie die Lieferanten nach ihrem Jahresumsatz. Beginnen Sie von oben nach unten.
Finden Sie heraus, ob Sie im Hause bereits Nachhaltigkeitsinformation für die Lieferanten vorliegen haben.
Umwelt-Zertifizierungen wie EMAS oder ISO 14001, Nachhaltigkeitsprogramme wie SEDEX, ecoVadis, GlobalGap etc sind ein guter Anfang.

Die Lieferanten mit Zertifizierungen stellen aus Risikomanagement-Sicht ein geringeres Risiko dar als die ohne.

Schritt 2:

Betrachten Sie nun die Lieferanten, von denen Sie keine Zertifizierungen oder Nachweise zur Nachhaltigkeit vorliegen haben. Wie wichtig sind diese Lieferanten? Können sie überhaupt ausgetauscht werden? Sprechen Sie mit wichtigen Lieferanten, ob die Bereitschaft besteht, (kontrollierbare) Selbstverpflichtungen abzugeben. Eventuell gibt es auch bereits laufende Vorbereitungen.
Tragen Sie die erhaltenen Informationen in der Risikospalte Ihrer Liste ein.


Schritt 3:

Die Lieferanten ohne vorliegende Nachhaltigkeits-Informationen können Sie zunächst in einem einfachen Schritt einer groben Risikoeinschätzung unterziehen, indem Sie in Ihrer Liste festhalten, in welchem Land sich der Lieferant befindet. Stellen Sie nun das Länderrisiko daneben. Hierzu stellt die Weltbank-Risikozahlen bereit.

Sie haben nun eine grobe Risikoeinschätzung über alle Ihre direkten Lieferanten (Tier-1) erstellt.


Schritt 4:

Als Nächstes ergänzen Sie bei wichtigen, nicht austauschbaren Lieferanten die vorliegenden Informationen durch Nachfragen per E-Mail oder Online-Formularen oder Dokumentation.

Prüfen Sie Ihre Lieferantenselbstauskünfte auf Vollständigkeit. Müssen Fragen ergänzt werden? Lohnt es sich, das Thema Nachhaltigkeit gesondert abzufragen?


Schritt 5:

Ermitteln Sie die Vorlieferanten Ihrer Tier-1-Lieferanten und führen Sie die Schritte 1-4 erneut durch. Hier sollten Sie nach Materialgruppen gruppieren, um doppelte Datenhaltung zu vermeiden.

Schritt 6:

Schauen Sie, welche empfohlenen Maßnahmen für welche Bereiche des Lieferkettengesetzes für die Lieferanten in Frage kommen, die keine Zertifizierungen vorweisen können:

  • Hilfe bei einer Zertifizierung
  • Verträge/ Vertragsanpassungen
  • Wissensaufbau/ Schulungen
  • Selbstverpflichtungen
  • Vor-Ort-Audits
  • vertiefte Zusammenarbeit
  • Ausphasen der Zusammenarbeit

Dokumentieren Sie diese Vorbeugungs-Maßnahmen und kontrollieren Sie gezielt die Umsetzung.

Warum ist das Lieferkettengesetz mehr als ein reines “Compliance-Thema”?

Wenn Sie das Thema “Umsetzung des Lieferkettengesetzes” mit anderen, sogenannten Compliance-Themen wie z.B. das Geldwäsche-Gesetz oder die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung vergleichen, hat das Lieferkettengesetz für Sie und Ihr Unternehmen einen praktischen Nutzen:

Nach unserer Erfahrung sind 95% aller Unternehmen in Deutschland im Bereich Einkauf, Qualitätsmanagement und Lieferantenmanagement nicht ausreichend digitalisiert. Daten sind nicht verfügbar oder werden händisch/ auf Zuruf bearbeitet.

Investitionen sind in diesen Bereichen der Unternehmen in den letzten Jahrzehnten nur wenig erfolgt. Die Umsetzung des Lieferkettengesetzes bietet also eine Chance, die Arbeit dieser Abteilungen effizienter.

Das Lieferkettengesetz und Digitalisierung von Daten im Einkauf

Die Zusammenarbeit sowohl intern wie auch im Team wie auch mit den Lieferanten findet meistens über E-Mail statt. Wichtige Daten sind nicht im Zugriff (nicht auffindbar), nicht aktuell und nicht vollständig. Auch heute noch wird häufig per in vielen Branchen mit Papier, Ordnern im Regal und Fax gearbeitet. Wir von relatico nehmen das Lieferkettengesetz zum Anlaß, Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Dokumentation und Prozesse im Einkauf fit zu machen.

Was unterscheidet den relatico-Ansatz von dem anderer Anbieter?

Einige Softwareanbieter haben sich mit der Umsetzung des Lieferkettengesetzes beschäftigt. Grundsätzlich kann die Umsetzung des deutschen Lieferkettengesetzes mit den oben beschriebenen Schritte natürlich in einer Reihe von Software-Plattformen und -Werkzeugen umgesetzt werden.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Einrichtung eines Risikomanagementsystems oder Durchführung einer Risikoanalyse für die erweiterten Lieferketten des eigenen Unternehmens (einschließlich Vorlieferanten)
  • die Durchführung von Maßnahmen
  • die Dokumentation der bei den einzelnen Lieferanten festgestellten Risiken.

Die Herausforderung ist es bei jedem Ansatz, eine Vielzahl von Dokumenten und Informationen zu erheben, damit überhaupt eine Grundlage für die Risikobewertung entsteht.

  • In der Warenwirtschaft finden sich die Tier-1-Lieferanten, aber keine Nachhaltigkeitsinformationen. Schon die Vorlieferanten zu ermitteln, kann die Warenwirtschaft nicht leisten. Für das systematische Zusammentragen von Nachhaltigkeitsinformationen (Dokumente, Online-Fragebögen, Notizen, E-Mails) als Grundlage für die Risikoanalyse sind Warenwirtschafts-Systeme nur nach umfangreichen. langwierigen und teuren Anpassungen einsetzbar. Gegenüber spezialisierter Software wird die Benutzerfreundlichkeit immer stark zurückbleiben.

  • Officetools wie Excel und Sharepoint können grundsätzlich für jeden beliebigen Zweck eingesetzt werden, sind bei größeren Datenmengen aber nicht mehr leistungsfähig und sehr fehleranfällig. Aus den Erfahrungen unserer Kunden, die es zunächst so versucht haben, wissen wir, daß aus der Analyse von 100 Tier-1-Lieferanten in einem Bereich des Unternehmens schnell 700-1.000 Teilnehmer der Lieferketten wurden und Office-Tools nicht mehr funktionierten.

  • Software/ Datenbanken zur Risikoanalyse und Risiko-Bewertung sind genau dafür geeignet, brauchen aber Daten als Grundlage - und genau hier ist das Problem: Diese Grundlagen müssen außerhalb der Datenbanken mühsam ermittelt und zugefüttert werden. Hier besteht der eigentliche Aufwand. Die Risikoanalysen auf Basis sauberer Daten durchzuführen ist dann relativ einfach. Dieser Punkt wird bei der Anschaffung solcher Software meist unterschätzt und danach wird häufig festgestellt, dass man diese einige Jahre zu früh oder gar nicht hätte einkaufen müssen.

  • Lieferketten-Risiko-Software bietet schnelle Ergebnisse in Form von Punkte-Scores, Auswertungen und Grafiken. Hier gibt es zwei Probleme: 1. Welche Lieferanten Teil meiner Lieferketten sind und analysiert werden müssen, muss außerhalb ermittelt werden. 2. Diese Tools geben meistens keine Möglichkeit, auf die zugrundeliegenden Daten zuzugreifen, auf denen die Bewertungen basieren. Das Lieferkettengesetz will aber genau diese Grundlagen sichtbar machen. Also kommen die Anwender schnell an den Punkt, daß zusätzlich zu der Software weitere Tools zum Einsatz kommen müssen.

  • Manche QM-Software enthält Module oder Teile zur Risikobewertung. QM-Software wird meistens aber nur von wenigen Anwendern im Unternehmen eingesetzt und ist für die Informationsbeschaffung und -systematisierung nicht ausgerichtet. Da genau hier die meiste Arbeit liegt, ist QM-Software für die Abdeckung des Lieferkettengesetzes nicht geeignet.

Zusammenfassend:

  • Für jeden Ansatz müssen die Basisdaten der Lieferanten für die Risikoanalyse zusammengestellt werden.
  • Diese Hausaufgaben müssen immer gemacht werden. Darin liegt der eigentliche Arbeitsaufwand. Hier müssen die Daten der einzelnen Anbieter gesammelt werden.
  • Der Einsatz von Risikomanagement-Software, ohne seine Hausaufgaben zu machen, wird den Anforderungen des Lieferkettengesetzes auf Dauer nicht gerecht.

relatico bietet für

  • nicht direkt betroffene Unternehmen (unter 1.000 Mitarbeiter) einen Werkzeugkasten für die Ermittlung der Nachhaltigkeitsinformationen mit optimaler Unterstützung für die Beschaffung und Auswertung, damit Anfragen von Kunden einfach und schnell beantwortet werden können
  • direkt betroffenen Unternehmen (über 1.000/ 3.000 Mitarbeiter) zusätzlich das Profiling aller Unternehmen in der eigenen Lieferkette sowie die visuelle Darstellung mit verschiedenen Auswertungsmöglichkeiten und die darauf aufbauende Risikoanalyse sowie eine Darstellung der Präventiv- und Abhilfemaßnahmen, der Melde- und Dokumentationspflichten und des Beschwerdemanagements, eine einfach zu bedienende, nachhaltige Lösung zur Absicherung der Lieferkette in einer Plattform zu günstigen Preisen.

    Darüber hinaus kann relatico für viele weitere Aufgaben im Lieferantenmanagement und der Dokumentation genutzt werden.
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Wir respektieren Ihre Privatsphäre und Sicherheit

Alle von Ihnen angeforderten und empfangenen Dokumente werden mit einer 256-Bit-SSL-Verschlüsselung in Bankqualität geschützt. Unsere SSL-Verschlüsselung und unsere erstklassige Serverinfrastruktur gewährleisten, dass Ihre Dokumente sicher und geschützt sind.